Bildungsurlaub in Hamburg

Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Fortbildungen, Lehrgänge oder Sprachreisen an. Man kann sich jedoch auch selbst darum kümmern und bei seinem Arbeitgeber eine Freistellung zum Weiterbilden beantragen. Dieser sieht in den meisten Fällen das Engagement des Arbeitnehmers und die daraus resultierenden positiven Folgen für sein Unternehmen und gibt sein okay dafür.

Erklärung Bildungsurlaub

Darunter versteht man die Freistellung vom Arbeitgeber und seiner Arbeit, um sich weiter- oder fortzubilden. Es wird kein regulärer Urlaub abgezogen und der Boss zahlt das Arbeitsentgelt fort. Die Kosten zur Teilnahme trägt der Kursteilnehmer selbst, nicht der Arbeitgeber. Aber Vorsicht: In jedem Bundesland sind die gesetzlichen Bestimmungen zum Thema Bildung anders geregelt. Die meisten Bundesländer haben jedoch Gesetze dazu und man kann ohne große Schwierigkeiten seine Weiterbildung absolvieren. Hamburg war das erste Bundesland, das ein Bildungsurlaubsgesetz verabschiedete.

Die Voraussetzungen für Hamburg

Alle Arbeitnehmer und Auszubildende haben das Recht, sich fortzubilden. Voraussetzungen dafür sind, der Arbeitsschwerpunkt befindet sich in Hamburg und das Arbeitsverhältnis mit dem derzeitigen Arbeitgeber beträgt mindestens 6 Monate. Darauf haben auch Angestellte des öffentlichen Dienstes, Beamtinnen und Beamte sowie Richterinnen und Richter Anspruch. Sie wickeln das Ganze über eine Sonderurlaubsregelung ab.

Man hat Anspruch, einen Bildungsurlaub in Hamburg zu absolvieren, der einen Umfang von maximal 10 Tagen innerhalb zwei Kalenderjahren umfasst. Arbeitet man aber mehr als 5 Tage die Woche, so werden 12 Tage zur Verfügung gestellt. Sofern das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet wurde, besteht Anrecht auf 10 Tage pro Kalenderjahr. Mindestens 6 Wochen vor Antritt müssen die Anmeldung und eine Anerkennung von der verantwortlichen Behörde dem Chef vorliegen.

Damit der Kurs anerkannt wird, muss der Veranstalter mindestens 10 Wochen vor Beginn diesen beim zuständigen Amt beantragen. Dabei müssen Stundenpläne, Lerninhalte und Unterrichtsmaterialien, die verwendet werden, vorgelegt werden. Zudem darf die tägliche Unterrichtszeit 6×60 Minuten nicht unterschreiten.

Sprachreise in Hamburg

Die Sprachreise ins Ausland wird von vielen Arbeitnehmern bevorzugt in Anspruch genommen, denn sie dient auch zur persönlichen und privaten Weiterbildung. Damit der Sprachkurs als Bildungsurlaub genutzt werden kann, ist es erforderlich, diesen durch das Bundesland Hamburg offiziell anerkennen zulassen. Dort muss der Veranstalter Stundenpläne, Lerninhalte und Unterrichtsmaterialien vorlegen. Die tägliche Unterrichtszeit von 6×45 Minuten darf nicht unterschritten werden.

Wird der Sprachkurs nicht von Amtswegen her angesehen, so kann jeder Arbeitgeber selbst entscheiden, ob er seinem Mitarbeiter Bildungsfreistellung gewährt. Am besten informiert man sich vorher bei den jeweiligen Sprachschulen, ob der Kurs offiziell anerkannt wird.

Hier gelten auch einige Voraussetzungen. Das Beschäftigungsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer muss mindestens 6 Monate bestehen. Anspruch hat man maximal 10 Tage innerhalb zwei Kalenderjahren. Wurde das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet, so besteht ein Recht auf 10 Tage pro Kalenderjahr. Der Arbeitgeber muss 6 Wochen vor Antritt der Reise informiert werden.

Hier kannst du kostenlose Kataloge verschiedener Sprachreiseveranstalter bestellen und alle Angebote vergleichen. Somit findest du deinen perfekten Sprachkurs.

So wird das Ganze beim Arbeitgeber beantragt:

1.Schritt: Hier wirst du über mögliche Sprachkurse informiert und dir wird geholfen den passenden Kurs zu finden.

Sieh dir auch die unten aufgeführte Übersicht an!

2.Schritt: Hast du dich für einen Sprachkurs entschieden, so buchst du diesen. Nun bekommst du neben deiner Buchungsbestätigung ein Dokument, angefertigt von der zuständigen Behörde in Hamburg, das die Anerkennung des jeweiligen Kurses offiziell bestätigt.

3.Schritt: Um die Freistellung beim Arbeitgeber zu beantragen, legst du ihm deine Buchungsbestätigung und die Anerkennung vor.