Sprachreise Spanien 2018 – Wie sage ich es auf Spanisch?

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Sprachreise Spanien 2018 – Wie sage ich es auf Spanisch?

Eine neue Sprache zu lernen ist immer viel mehr als Vokabeln pauken und grammatische Regeln anwenden. Es bedeutet vielmehr in die Gedanken- und Gefühlswelt anderer Menschen einzutauchen, sich mit ihrer Kultur und ihren Traditionen zu befassen. Es ist deshalb ein großer Vorteil, wenn man Spanisch in Spanien lernt, dass man unmittelbar mit der Lebensart der Spanier zu tun hat und deshalb die frisch erworbenen Kenntnisse gleich in die Praxis umsetzen kann. Und wo besser, als beim Probieren eines tinto de verano oder eines mojitos, beim Kennenlernen typischer tapas, bei einer anregenden Stunde in einer charakteristischen andalusischen Bar. Deshalb machen Sie doch mal eine Sprachreise in Spanien noch 2018.

Conil: 300 Bars und Restaurants zur Auswahl
Aber: wohin?

In Conil de la Frontera gibt es über 300 Bars und Restaurants. Es mangelt also nicht an Alternativen! Wie soll man sich da aber entscheiden? Kein Problem: Einfach ausprobieren! Oder sich an folgenden Tipps orientieren. Dabei ist klar, dass jede Auswahl rein subjektiv ist und die Vorlieben des jeweiligen Autors widerspiegelt. In diesem Fall eine klare Vorliebe für Authentizität.

Sprachreise nach Andalusien und sofort anwenden

Wie bestelle ich mein Essen?
Bevor es aber losgeht auf unsere Erkundungstour, eine sehr kurze Spanisch-Lektion.

In informellen Situationen (z.B. in einer Bar) ist das Siezen in Spanien nicht mehr üblich.
Also: „Ponme“ oder „dame“ („gib mir“) sind die üblichen Formen.

Auch umständliche Höflichkeitsfloskeln („Könnten Sie mir bitte…“) sind eher selten. Deshalb ist es ganz OK, wenn man direkt und ohne Umschweife „dos cervezas“ („zwei Bier“) bestellt. Häufig wird aber auch die Diminutive „dos cervecitas“ benutzt (klingt vertraulicher!). Eine weitere Möglichkeit ist „dos cañas“ (bezieht sich auf die kleinen, geraden Gläser, in denen Bier normalerweise serviert wird). Wer ein größeres Glas – eher dem deutschen Halben entsprechend – haben möchte, kann „una jarra“ bestellen. Nachteil: Bei spanischen Temperaturen wird das Bier schnell warm! Und selbstverständlich gibt es die Alternative „un vino tinto“(„ein Rotwein“), „dos vinos blancos“ („zwei Weißwein“) oder auch „un agua mineral con gas“ („ein Mineralwasser mit Kohlensäure“).

Obwohl es in Conil und ganz Andalusien Restaurants gibt, wo man z.B. hervorragende Fisch- oder Fleischgerichte samt Vor- und Nachspeise bekommen kann, essen Spanier im Alltag eher in kleinen Portionen und bestellen deshalb una tapa (eher eine Kostprobe), una media ración – oft abgekürzt auf „media“ (mittlere Portion), oder una ración (große Portion, dann für mehrere Personen). So sagt man z.B. „media de atún“ (mittlere Portion Thunfisch).

Und wenn es ums Bezahlen geht, sagt man nicht wie im Deutschen „Zahlen“, sondern eher Abrechnen „cobrar“. So zum Beispiel: „Cobrame dos vinos y la tapa de carne“ („Ich möchte zwei Gläser Wein und die kleine Portion Fleisch bezahlen“).

Und jetzt ab in die Praxis!

Sprachreise nach Andalusien und die Sprache nach dem Unterricht in einer typischen Bar anwenden:

Los hermanos

Eine Tour durch Conil beginnt sinnvollerweise beim arco de la villa, dem Torbogen, der den Eingang zum historischen Stadtkern darstellt. Und wo besser eine erste tapa zu sich nehmen als direkt gegenüber an der Ecke der calle virgen im Lokal los hermanos. Hier ist es oft voll und laut – das muss man mögen! Etwas ruhiger ist es an den Tischen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ordern muss man aber drinnen, wo die Bestellung und später zu bezahlende Rechnung mit Kreide an der Theke festgehalten werden. So behalten die Brüder, die dem Lokal seinen Namen geben, trotz größter Hektik jederzeit die Übersicht. Serviert werden hier allerlei Fischsorten. Sehr zu empfehlen: „cazon“ (Katenhai) oder „boquerones“ (kleine frittierte Sardellen), sowie verschiedene Sorten Tintenfisch („calamares“, „chocos“, „chipirones“). Das Essen ist gut, frisch und lecker – allerdings alles ein wenig fettig!

Bar El Camelo

Den ganzen Abend in einem Lokal verbringen ist nicht die spanische Art. Also ziehen wir um die Ecke in die calle prieta in eine ganz andere, sehr viel kleinere Bar. Wenn hier zehn Menschen Platz nehmen, ist el camelo voll. Entsprechend persönlich ist die Atmosphäre und die Bedienung. Der Wirt kommt aus dem Baskenland und hat eine dortige Spezialität „bacalao“ (Kabeljau, mit Kartoffeln zerstampft und in einer leicht sahnigen Sauce) mitgebracht. Als tapa oder ración sehr zu empfehlen. Auch sehr lecker sind die „datiles con bacon“ (Datteln in Frühstücksspeck gewickelt) oder „pimientos rellenos“ (gefüllte Paprikaschoten). Was dieses kleine Lokal aber auch auszeichnet, ist die Musikauswahl, die der Wirt auflegt: Wer auf Blues und Rock der 60er / 70er steht, wird sich hier wohl fühlen und manch vergessen geglaubtes Stück wiederkennen.

Bar El Capricho

Conil lebt seit vermutlich zwei Jahrtausenden vom Thunfisch, der hier mit der traditionellen Methode der almadraba (ein kompliziertes System aus feststehenden Netzen, die in den Monaten Mai-Juni vom Strand direkt vor der Stadt ins Meer hinaus gespannt werden) gefangen wird. Die Saison der almadraba ist auch die beste Zeit, um in vielen Bars und Restaurants verschiedene Thunfisch-Spezialitäten zu probieren. Manchem schmeckt aber nach wie vor am besten die ganz einfache Art: atún a la plancha (eine Scheibe gegrillt wie ein Steak, serviert mit Pommes). So einfach wie das Gericht ist auch die bar capricho in der calle jose valverde. Der Wirt, Antonio, ist selber noch aktiver Fischer, was für die Frische seiner Ware garantiert. Und der Standort in der Fußgängerzone ist unübertroffen, wenn man sehen und gesehen werden will: Hier kommt früher oder später jede(r) vorbei.

La Cervecería

In den meisten Bars in Conil wird Cruzcampo – das Bier von der Großbrauerei in Sevilla – serviert, eiskalt und erfrischend. Wer sich aber näher mit dem Thema Craft Beer – vom Braumeister mit eigener Handschrift kreierten Bierspezialitäten – beschäftigt, sollte sich in die Calle Canarias begeben und die vier dort vor Ort und Stelle produzierten Biere probieren. Ob IPA (Indian Pale Ale), APA (American Pale Ale), Amber Ale oder Porter. einfach lecker! Aber Vorsicht: auch hochprozentig.

La Ola/El Curro

Bei vielen, die Spanisch in Andalusien lernen und deswegen regelmäßig nach Conil zurückkehren, hat sich „die La Ola Bar“ als Treffpunkt am Nachmittag etabliert. Dabei handelt es sich in Wirklichkeit um zwei nebeneinander liegende Strandbars. „La ola“ hat die coolere Musik, „el curro“ die authentischere Atmosphäre. Aber man setzt sich einfach dort hin, wo ein Tisch mit direktem Blick zum Meer und später zum Sonnenuntergang frei ist, genießt einen tinto de verano (Mischung aus Rotwein und Limonade) oder auch schon den ersten mojito (Hemingways Lieblingsgetränk aus Rum, Limonensaft und Zucker), und schaut, wie die Sonne immer weiter in den Westen wandert, bis sie schließlich in den Atlantik versinkt. Spätestens jetzt werden die Handys gezuckt, um diese magischen Momente im Foto festzuhalten.

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer, sehr typischer Bars und Restaurants, in denen der Sprachschüler viele Gelegenheiten hat, Spanisch zu lernen und Spanisch zu sprechen! Wenn Sie Interesse haben, senden wir Ihnen gern weitere Tipps dazu.

El Zurriagazo

Noch ein absoluter Geheimtipp ist dieses sehr einfache Lokal etwas weiter ab von den bekanntesten Straßen in der calle arenal. Hierhin verirrt sich selten ein Tourist. Vielmehr treffen sich hier Stammgäste – vorwiegend Männer – aus dem Viertel. Es geht eher geräuschvoll zu – man muss schon lauter sprechen, um den stets eingeschalteten Fernseher zu übertönen. Was aber diese Bar auszeichnet, sind die hervorragenden tortillas. Ob in der einfachen Form mit Kartoffeln, Eiern und Zwiebeln, oder aber mit Kräutern oder anderen Zutaten – einfach rico!

Casa Manolo

Versteckt in der calle san josé befindet sich ein Restaurant, von dem nicht mal der größte Fan behaupten würde, es sei schön! Schon die Neonbeleuchtung an der Decke schreckt die meisten Touristen ab. Dabei serviert der Wirt (trotz des Namens des Restaurants heißt dieser Juan) sehr leckere gambas con ajillo. Und auch wer lieber ein Fleischgericht haben möchte, dem sei die entrecot en salsa de pimiento sehr herzlich empfohlen. Herzlich ist auch der Empfang sowie die Bewirtung, und spätestens wenn die Flasche mit dem grellgelben Kräuterschnaps auf den Tisch kommt, hat man anfängliche ästhetische Bedenken über Bord geworfen.

Francisco de la Fontanilla

Wer aber richtig mit Stil essen möchte, und bereit ist, etwas mehr dafür auszugeben, sollte mindestens einmal bei Francisco – direkt am Strand la fontanilla – essen. Hier werden Fisch und allerlei Meeresfrüchte serviert. frisch aus dem Atlantik und im Tresen zu begutachten, bevor man seine Wahl trifft. Dazu zu empfehlen: einen kühlen albariño (Weißwein aus Galicien). Aber man sollte auf jeden Fall einen Tisch reservieren. Hier ist es in der Saison fast jeden Abend voll.

Bar/Restaurante La Atalaya

Mit der Atlantikküste verbindet man automatisch Fisch und Meeresfrüchte. Weniger bekannt ist, dass Andalusien die besten Rinderrassen Spaniens hervorbringt – hier werden die toros bravos für den – allerdings immer weniger populären – Stierkampf gezüchtet. Hier wird aber auch das beste Rindfleisch für den Verzehr produziert. Kein Vergleich mit dem wässerigen Schnitzeln aus hiesigen Supermärkten! Wer ein richtig gutes Steak – aber auch eine sehr herzliche Atmosphäre, gute Weine und einen hervorragenden Service – schätzt, ist im restaurante la atalaya im gleichnamigen Stadtteil oberhalb vom Strand sehr gut aufgehoben. Aber auch Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten. Das Restaurant bietet verschiedene Salate sowie eine Reihe von marokkanischen Spezialitäten – mit oder ohne Fleisch – an. Und bei gutem Wetter – in Conil eher die Regel – sitzt man hervorragend unter schattigen Bäumen unter freiem Himmel.

El rincon de la torbellino

Natürlich besteht die Kultur Andalusiens nicht nur im guten Essen und Trinken. Ebenso wichtig sind bekanntlich Musik und Tanz, insbesondere el flamenco. Dabei ist Flamenco eigentlich mehr als eine oberflächliche Erscheinung, eher eine Haltung, eine Lebenseinstellung. Diese verkörpert in ihrer Person la torbellino, die, wie Ihr Spitzname schon andeutet, gelegentlich selber wie ein Wirbelwind über die Bühne fegt. Auch das Lokal (in der calle ancha) bringt diese Haltung zum Ausdruck. Hier wird man keine künstlich inszenierte Show für Auswärtige finden. Die meisten Gäste sind Einheimische, die selber mitmachen mit palmas (rhythmischem Klatschen) und gelegentlich Gesang. Und ganz typisch für Andalusien: mit einem Beginn vor Mitternacht darf man nicht rechnen!

La Tertulía

Auch erst am späten – bis sehr späten – Abend füllt sich langsam la tertulia (calle gral), eine Bar im Innenhof unter freiem Himmel. Nach Mitternacht wird es oft sehr voll, man findet vielleicht keinen Sitzplatz mehr. Macht nichts – man steht sowieso lieber! Aber am frühen Abend kann man hier in aller Ruhe ein Paar copas zu sich nehmen und sich mit Freunden unterhalten.

2018-05-10T14:08:20+00:00 März 19th, 2018|Allgemein|